Ein herzliches willkommen zu Prixle Trysproket’s bunten Kochtipps, frei nach dem Motto “Alles in den Topf, was zappelt!”. Zum Auftakt unserer kleinen Serie leckerer Raffinessen aus Kalimdor und Umgebung wenden wir uns dem wohl meistgeliebten Rezept des östlichen Kontinents zu ... dem “Westfall Eintopf“. Jeder, der schon einmal die Zutaten dafür besorgen musste, wird die Freude an meinem Beruf nachvollziehen können. Diese Komposition aus Getier der Luft, der Erde und des Wassers, gewürzt mit köstlichen Kräutern und dem Hauch von knirschenden Sandkörnern, erfreut den Gaumen und regt den Magen zu ungeahnten Aktivitäten an.
Wie der Name schon sagt, müssen wir für dieses Rezept keine langen Reisen unternehmen, sondern können alles im selben Gebiet finden. Das erleichtert die Sache ungemein, auch wenn sich die Geier für das sehnige Geierfleisch wenig bis gar nicht kooperativ zeigten.
Bei der Beschaffung der Geiferzahnschnauzen von einer ansässigen Eberart geriet ich schon ins Staunen. Einige dieser Exemplare schienen keine Schnauzen zu besitzen und erst nach einigen Stunden der Metzelei konnte ich genügend von ihnen ansammeln. Es eignet sich also nur bedingt als 5 Minuten Terrine.
Ein gurgelndes Geräusch *mwraaoolgrrllbww* erinnerte mich dann doch noch an eine sehr wichtige Zutat. Nachdem ich keuchend am anderen Ende von Westfall zu Atem gekommen war, bat ich einen der ortsansässigen Bewohner um Hilfe und hielt auch bald ein Säckchen mit Murlocaugen in den Händen.
Um dem kräftigen Geschmack des Eintopf die richtige Note zu verleihen, besuchte ich mehrmals den örtlichen Friedhof. Für aufstrebende Hobbyköche gilt: Achtung vor den Erntemaschinen! Die überall in Westfall anzutreffenden mechanischen Vogelscheuchen erfüllen ihre Funktion leider nur zu gut und machen auch mit Blumen pflückenden Goblins kurzen Prozess.
Allerdings erhielt ich auf diese Weise auch etwas Hopfen, den ich in den Hügeln bei einem Zwerg gegen ein äußerst kräftiges Bier eintauschte, welches wunderbar mit dem Eintopf harmonieren würde... gesetzt den Fall, das köstliche Gebräu übersteht den Weg bis zur nächsten Kochstelle unbeschadet; im Zweifelsfall besser etwas zu viel eintauschen, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man zwischendurch seinen Gaumen mit dem herrlichen Bier befeuchtet.
Mein Fazit zu diesem interessanten Rezept lautet:
“Nichts für den Gelegenheitskoch! Jedoch eine interessante Mischung, welche die körperliche Kondition entscheidend verbessern kann und viele Stunden der Unterhaltung verspricht.”
In diesem Sinne *argorgleguggle* und guten Appetit!